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Henriques Hinrichsen - Eine Familiengeschichte in Liedern
Das moderierte Konzertprogramm erzählt die außergewöhnliche Reise der Familie Henriques, später Hinrichsen, von der Vertreibung aus Spanien über Portu...
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Das moderierte Konzertprogramm erzählt die außergewöhnliche Reise der Familie Henriques, später Hinrichsen, von der Vertreibung aus Spanien über Portugal, Dänemark und Leipzig. Die Geschichte wird durch Musik des 13. bis 20. Jahrhundert lebendig, die die jeweiligen Stationen und kulturellen Einflüsse widerspiegelt.
Die Zeitreise beginnt mit den Cantigas de Santa Maria, die unter Alfons dem Weisen gesammelt wurden, einem vehementen Fürsprecher religiöser Toleranz. Weiter führt das Programm zu traditionellen sephardischen Liedern, die nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung Spaniens als tragbares Kulturgut in Europa und dem Mittelmeerraum verbreitet wurden. Es beleuchtet Glückstadt als dänische Exulantenstadt mit Religionsfreiheit in einem vom Glaubenskrieg zerrütteten Europa und Hamburg als Zentrum sephardischer Kultur in Mitteleuropa.
Die Stationen zeigen die Transformation der Familie vom sephardischen zum aschkenasischen und schließlich assimilierten Judentum. Jiddische Lieder stehen neben deutschen Volksliedern und spiegeln den kulturellen Integrationsprozess wider. Hinrichsen, der das vom Kaiser initiierte „Volksliederbuch für Männerchor“ herausgab, erhielt dafür später den Kronenorden – ein symbolträchtiger Akt deutsch-jüdischer Kulturgeschichte, der die Familie Hinrichsen allerdings nicht vor den bevorstehenden Entwicklungen bewahren konnte.
Die Zeitreise beginnt mit den Cantigas de Santa Maria, die unter Alfons dem Weisen gesammelt wurden, einem vehementen Fürsprecher religiöser Toleranz. Weiter führt das Programm zu traditionellen sephardischen Liedern, die nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung Spaniens als tragbares Kulturgut in Europa und dem Mittelmeerraum verbreitet wurden. Es beleuchtet Glückstadt als dänische Exulantenstadt mit Religionsfreiheit in einem vom Glaubenskrieg zerrütteten Europa und Hamburg als Zentrum sephardischer Kultur in Mitteleuropa.
Die Stationen zeigen die Transformation der Familie vom sephardischen zum aschkenasischen und schließlich assimilierten Judentum. Jiddische Lieder stehen neben deutschen Volksliedern und spiegeln den kulturellen Integrationsprozess wider. Hinrichsen, der das vom Kaiser initiierte „Volksliederbuch für Männerchor“ herausgab, erhielt dafür später den Kronenorden – ein symbolträchtiger Akt deutsch-jüdischer Kulturgeschichte, der die Familie Hinrichsen allerdings nicht vor den bevorstehenden Entwicklungen bewahren konnte.
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